Klicken Sie bitte hier, falls Ihr Newsletter nicht korrekt angezeigt wird.

Sehr geehrte L&M-Info-Abonnent

Ihnen allen, unseren Mandanten und Geschäftspartnern, wünschen wir ein gesundes und - der Kreditkrise zum Trotz - erfolgreiches Neues Jahr.

Ihre Beratungskanzlei Lambrecht & Marx

Standpunkt

Kommt die Krise?

Kommt die Weltwirtschaftskrise oder ist die Rezession in einem halben Jahr überwunden? Keiner weiß es. Aber im Moment scheint die Situation doch eher bedenklich, wie zwischenzeitlich selbst die Bundesbank sagt, die erwartet, dass die schwerste Rezession seit 1949 bevorsteht. Auch Kreditreform stellt fest: "Ab März, April kommenden Jahres erwarten wir eine steigende Welle von Unternehmensinsolvenzen." Denn diese seien ein nachlaufender Konjunkturindikator, der der Krise im Abstand von neun bis zwölf Monaten folgt. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) erwartet ein Rückgang des Bruttoinlandproduktes um 1,1 %. Es liegt damit jedoch am optimistischen Rand der Vorhersagen, die bis zu einem Minus bis zu 3 % reichen. Es unterstellt, dass es schon Ende 2009 konjunkturell leicht aufwärts gehen könnte und bereits 2010 wieder ein Wachstum von 1,1 % entstehen kann. Auf der Grundlage der Erfahrungen aus den 90iger Jahren sind wir hierzu jedoch eher skeptisch und rechnen mit der Möglichkeit einer längeren Rezession.

Vielen mittelständischen Unternehmen geht es z. Zt. noch gut. Bei vielen von Ihnen, unseren Mandanten, sind die Auftragsbücher noch voll oder die Auftragslage ist zumindest befriedigend. Manch einer erzielt durchaus auskömmliche bis sehr gute Preise. Aber können wir uns darauf verlassen, dass dies im nächsten halben Jahr, dem nächsten Jahr oder den nächsten zwei bis drei Jahren so bleibt?

Möglicherweise hilft die Zinssenkung der Europäischen Zentralbank um 0,75 % auf 2,5 %. Aber nach wie vor ist nicht auszuschließen, dass es zu einer lange andauernden und tiefgehenden Weltwirtschaftskrise kommt. Bereits jetzt legt die BASF Werke still, weil sowohl China als auch die Automobilindustrie Aufträge nicht mehr erteilen. Die Krise ist also bereits jetzt international und ob es den Regierungen gelingt, sie durch die Konjunkturpakete zu bremsen oder zumindest zu dämpfen, ist ungewiss.

Und wenn wir ein "Wirtschaftswachstum" von -1% haben, wie es inzwischen selbst unsere chronisch optimistische Bundesregierung erwartet, dann heißt dies zu Deutsch: Rezession. Und dies wiederum bedeutet Umsatzrückgang und damit auch Rückgang der Gewinne, wenn nicht sogar Erzielung von Verlusten.
In unseren Besprechungen mit Ihnen, unseren Mandanten, stellen wir jedoch immer wieder fest, dass viele von Ihnen sich durch die derzeit noch gute Auftragslage in trügerischer Sicherheit wähnen. Wir können Ihnen deshalb nur mit aller Eindringlichkeit empfehlen:
Rechnen Sie vorsichtshalber  mit dem Schlimmsten! Machen Sie Ihr Unternehmen krisenfest - bevor die Krise da ist! Dazu geben wir Ihnen im Folgenden einige Empfehlungen. Wenn Sie verschont bleiben: umso besser!

 

Steuern

12 Tipps, wie Sie trotz Krise erfolgreich bleiben

  1. Machen Sie keine voreiligen Schnellschüsse. Aber setzen Sie bei Umsatzrückgängen, Forderungsausfällen oder Gewinneinbrüchen nicht auf das Prinzip "Hoffnung", sondern reagieren Sie schnell. Einmal entstandene Verluste sind in schwierigen Zeiten nicht mehr auszugleichen.
  2. Nutzen Sie Ihre betriebswirtschaftliche Auswertung als Controlling-Instrument. Aber warten Sie nicht die  Buchhaltung ab, wenn Sie selbst aufgrund der Auftragsentwicklung oder Ihrer Zahlungseingänge aufkommende Schwierigkeiten schon vorher erkennen.
  3. Schieben Sie soweit wie legal möglich Erlöse bzw. Betriebseinnahmen in das Jahr 2009. So zahlen Sie Ihre Steuern später und außerdem in geringerer Höhe, wenn 2009 schlecht laufen sollte.
  4. Schöpfen Sie Liquidität - anders ausgedrückt: Achten Sie darauf, dass Sie eine Geldreserve zur Verfügung haben.
  5. Nehmen Sie Ihre Kosten unter die Lupe. Oftmals bauen wir im Unternehmen und privat in guten Zeiten Kostenblöcke auf, auf die wir in schwächeren Zeiten gut verzichten können.
  6. Vorsicht mit Investitionen! Manche Investition ist "nice to have", aber nicht unbedingt betrieblich notwendig. Auf diese Investition können Sie sehr gut verzichten und dafür mehr Sicherheit schaffen. Das schwächt zwar die Volkswirtschaft, aber Sie alleine halten unsere Volkswirtschaft nicht in Bewegung.
  7. Setzen Sie bei zwingend erforderlichen Investitionen möglichst wenig Eigenkapital ein. Dies erhöht zwar Ihre Kapitaldienstbelastung. Aber aus 100.000 € Eigenkapital können Sie 10 Jahre lange 10.000 € Kapitaldienst leisten. So haben Sie einen Liquiditätspuffer, der Ihnen helfen kann, schwierige Situationen zu meistern.
  8. Gestalten Sie Ihre Darlehen so, dass Sie möglichst geringe feste Belastungen haben - d. h. einen möglichst geringen Tilgungsanteil - dafür aber hohe Sondertilgungsrechte. In guten Zeiten können Sie schnell tilgen. In schweren Zeiten Sie haben so haben Sie mehr Geld für andere Zwecke zur Verfügung.
  9. Prüfen Sie neue Auftraggeber: Über das elektronische Handelsregister, www.ebundesanzeiger.de, über Wirtschaftsauskunfteien, wie Bürgel oder Creditreform oder ganz einfach über Ihre Hausbank. Seien Sie aber auch bei langjährigen Bekannten und guten Freunden vorsichtig. Oft verursachen gerade langjährige Partner Forderungsausfälle, denn mit diesen arbeitet man häufig auf Vertrauensbasis zusammen und sichert sich unzureichend ab.
  10. Vereinbaren Sie schnelle à-cto.-Zahlungen sowie kurze Zahlungsziele und stellen Sie konsequent die Arbeiten ein, wenn die Zahlung nicht erfolgt. Auch wenn es schmerzt: Sie sollten nicht gutes Geld schlechtem hinterherwerfen!
  11. Sprechen Sie den Auftraggeber persönlich an, wenn die Zahlung nicht erfolgt, und ziehen Sie konsequent und zügig Ihre Mahnstufen durch, wenn die persönliche Ansprache erfolglos bleibt.
  12. Wenn Sie wissen, dass Ihr Gewinn deutlich unter dem Gewinn von 2007 und 2008 liegt, sprechen Sie uns frühzeitig an, so dass wir für Sie eine Herabsetzung der Steuervorauszahlungen beantragen können. Dies spart Ihnen Liquidität und schützt Ihr Unternehmen. Außerdem wollen auch wir unsere Gebühren so früh wie möglich nach unten anpassen, wenn Ihre Umsätze stark zurückgehen.

Wenn die Krise wirklich kommt, wird derjenige erfolgreich bleiben, der finanziell vorgesorgt hat, sein Unternehmen aufmerksam überwacht und sofort reagiert. Wir wollen, dass Sie dazugehören.